Schönste Schlösser Deutschlands: Schloss Sigmaringen

Das Schloss Sigmaringen ist von März bis Dezember täglich für Besucher geöffnet, mit Ausnahme von Heiligabend, Weihnachtstag und Silvester. Besucher müssen an einer Schlossführung teilnehmen, um das Schloss Hohenzollern erkunden zu können. Besichtigungen des Schlosses werden den ganzen Tag über ohne feste Zeiten angeboten. Diese Touren finden normalerweise alle 20 bis 30 Minuten statt. Die letzte Burgbesichtigung des Tages beginnt um fünf Uhr abends. Während der Wintersaison finden die letzten Touren um vier Uhr nachmittags statt.

Schloss Sigmaringen wurde in den Chroniken des Klosters Petershausen erstmals in 1077 erwähnt. Die ältesten Teile des Schlosses Sigmaringen sind unter mehreren Umbauten verborgen, die im 17. Jahrhundert und erneut im 19. Jahrhundert vorgenommen wurden. Das Geheimnis der frühesten Besiedlung der Burg, die auf dem verteidigungsfähigen Felsen errichtet wurde, wird niemals vollständig gelüftet. Um die frühesten Überreste des Schlosses, die eine umfassende Entwicklung des Landes unmöglich gemacht hat, vollständig freizulegen, wären Ausgrabungsarbeiten in großem Umfang erforderlich. Gemessen an den zahlreichen römischen Ruinen, die rund um die Burg aus dem Boden ausgegraben wurden, könnte der als „römischer Turm“ bekannte Bergfried von Sigmaringen aus dem 12. Jahrhundert möglicherweise auf einen römischen Vorgänger zurückgehen.

Die erhaltenen Überreste der Burg, wie der Bergfried, der große Saal und das Tor, stammen aus der Zeit der Staufer, die um das Jahr 1200 herrschten. Diese Burgreste wurden für den Bau späterer Bauwerke verwendet. Die Fundamente der Gebäude in der Burganlage sind weitgehend identisch mit den umgebenden Burgmauern.

Die Überreste der Burg geben wertvolle Einblicke in die Entstehung der Burg im 12. Jahrhundert. Zu Verteidigungszwecken verfügte das Schloss Sigmaringen über ein Pech- und Pyramidendächer mit mehreren Toren und Türmen. Die Friese und gerundeten Fensteröffnungen in den massiven Mauern des Schlosses machten das Gebäude zu einem künstlerischen Highlight im Tal der Oberen Donau.

Es gibt keine bemerkenswerten Gebäudereste aus dem dreizehnten und vierzehnten Jahrhundert. Eine neue Bauphase auf Schloss Sigmaringen fand jedoch im 15. Jahrhundert unter der Leitung des Grafen von Werdenberg statt. Unter den Werdenbergen wurde die Burg nach Nordosten erweitert. Nur der Sturz, in den das Jahr 1498 eingraviert ist und der Teil des Schwedenturms des Schlosses ist, ist noch erhalten. Die Burgstruktur wurde einige Jahre später nach Westen erweitert.

Der dritte Bauabschnitt des Schlosses fand zwischen 1576 und 1606 zu Zeiten des Grafen Karl II. Von Hohenzollern-Sigmaringen statt. Zwischen dem Jahr 1627 und dem Jahr 1630 fand jedoch unter der Leitung des Baumeisters Hans Alberthal aus Dillingen eine umfassende Transformation statt. Das Schloss Sigmaringen wurde von einem Schloss zu einem Renaissanceschloss umgebaut. In den nächsten hundert Jahren wurden weitere Renovierungsarbeiten an der Burg durchgeführt, darunter eine umfassende Neugestaltung, nachdem der Brand von 1893 die Burg fast vollständig zerstört hatte.

Karl-Anton-Platz 8, Sigmaringen, Deutschland, Telefon: 49-75-71-72-92-30

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