Schönste Schlösser: Schloss Lichtenstein

Schloss Lichtenstein ist ein historisches Schloss, das im 19. Jahrhundert erbaut wurde. Das Schloss am Rande der Schwäbischen Alb liegt 817 Meter über dem Meeresspiegel. Der Roman „Lichtenstein“ von Wilhelm Hauff diente als Inspiration für das Schloss Lichtenstein, das Graf Wilhelm von Württemberg zwischen den Jahren 1840 und 1842 errichtete.

Das Gelände rund um das neugotische Schloss Lichtenstein besteht aus mehreren anderen Bauten und Merkmalen aus dem 19. Jahrhundert, darunter ein romantischer Innenhof, ein üppiger Garten und eine Kapelle. In den Schlafkammern des Grafen zeigt sich die verschwenderische Pracht der häuslichen Kultur der Spätromantik von ihrer besten Seite. Das Schloss wurde als Hommage an das Mittelalter erbaut und wird manchmal als „Württembergs Märchenschloss“ bezeichnet, da es mit Möbeln und einem für die Romantik typischen Stil ausgestattet ist.

Eine einfache Führung durch Schloss Lichtenstein dauert ungefähr 30 Minuten und führt die Gäste vom ersten Stock des Schlosses in den zweiten Stock. Im ersten Stock des Schlosses Lichtenstein befindet sich eine kleine Kapelle mit mehreren Glasgemälden aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Die Gäste sehen auch mittelalterliche Gemälde, einen gemütlichen kleinen Trinkraum mit Wandgemälden, die fröhliche Toasts und schöne Beplankungen darstellen, und eine Waffenkammer. Im zweiten Stock des Schlosses befindet sich ein reich bemalter Raum mit Wappen sowie reich detaillierten mittelalterlichen Möbeln im Erkerraum.

Anschließend betreten die Besucher den schönsten und größten Raum von Schloss Lichtenstein, den Rittersaal. Die Wände der Halle sind holzgetäfelt und die Decke ist wirkungsvoll und fein gestrichen. Das Ende der Burgtour ist mit „Sch? Tze vom Lichtenstein“ oder „Bogenschütze von Lichtenstein“ gekennzeichnet, einem berühmten Gemälde im Treppenhaus des Schlosses.

Während der sogenannten „Kriege der Städte“ griffen die Reutlinger immer wieder die Meister von Lichtenstein an. Die Reutlinger eroberten und zerstörten Schloss Lichtenstein im Jahr 1377 und die Festung wurde seitdem nie wieder aufgebaut. Statt das Schloss wieder aufzubauen, baute die württembergische Landesherrschaft fünfzehn Minuten vom „Alten Lichtenstein“ entfernt ein weiteres Lichtensteinschloss.

Die neue Festung Lichtenstein wurde im Jahr 1390 erbaut und galt im Mittelalter als eine der am besten befestigten Burgen und konnte jedem Angriff standhalten. In 1567 verlor Schloss Lichtenstein jedoch seinen herzoglichen Sitzstatus und verschlechterte sich. In 1802 wurde die Festung bis auf die Grundmauern abgebaut und dann durch ein etwas unprätentiöses Jagdschloss ersetzt.

Der Graf Wilhelm von Württemberg erwarb das Jagdschloss in 1837 sowie das umliegende Gelände von König Wilhelm von Württemberg, seinem Cousin. Der Graf ließ sich von Wilhelm Hauffs Roman „Lichtenstein“ inspirieren und ließ zwischen dem Jahr 1840 und 1842 eine deutsche mittelalterliche Ritterburg errichten. Der Bau des neuen Schlosses umfasste die Grundmauern der alten Festung bis zum dritten Stock des Gebäudes. Eine Vorhangfassade, ein Innenhof und angrenzende Gebäude wurden ebenfalls zum Schlosskomplex hinzugefügt.

Schlo? Lichtenstein 1, Lichtenstein, Telefon: 49-71-29-41-02

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