Norwegen Zu Erledigen: Wikingerschiffsmuseum

Das Wikingerschiffsmuseum in Oslo ist Partner des Museums für Kulturgeschichte und wird von der Universität Oslo verwaltet. Das Museum befindet sich an der Küste in Bygdoy und zeigt Wikinger-Artefakte neben großen Wikingerschiffen, darunter Norwegens größtes intaktes authentisches Wikingerschiff.

Das Oseberg-Schiff ist das Highlight der Museumssammlung und wurde aus der weltweit größten bekannten Schiffsbestattung ausgegraben. Nach einem 21-Restaurierungsprojekt wird das Schiff in seiner ursprünglichen Pracht gezeigt, wobei über 90% seines ursprünglichen Holzes intakt sind. Das Heck und der Bug des Schiffes sind aufwendig mit Tiermotiven verziert. Die Schnitzereien reichen weit unter die Wasserlinie. Dies und der spiralförmige Schiffsbug, der in der Kopfform einer Schlange endet, deuten darauf hin, dass das Schiff für besondere Anlässe der Wikingerelite reserviert war. Mit fünfzehn Ruderlöchern auf jeder Seite hätte das Schiff gesegelt oder mit bis zu 30-Ruderern besetzt werden können. Die originalen Kiefernruder zeigen keine Gebrauchsspuren und weisen Spuren von Originalfarbe auf, was bedeutet, dass die dekorativen Ruder speziell für die Bestattung entworfen wurden. Das Eichenschiff mit Tannendeck hat einen Einzelmast zwischen 32-42 Fuß und wurde in der Gegend um das Jahr 820 gebaut. Zu den Artefakten, die mit dem Osberg-Schiff gefunden wurden, gehören eine Reihe von aufwändigen Textilien aus Wolle und Seide, ein hochdekorierter Holzwagen und drei Zierschlitten, die möglicherweise alle zum Transport verwendet wurden.

Die Gokstad ist ein umgebautes Wikingerschiff, das sich ebenfalls in einem ländlichen Grabhügel befindet, der ursprünglich in den 890 gebaut wurde. Das schnelle Schiff könnte von bis zu 34-Ruderern gesegelt oder gerudert worden sein. Ruderer hätten auf Truhen gesessen, die ihre persönlichen Sachen enthielten, da das Schiff keine Bänke hat. 32-Schilde schmückten ursprünglich die Seiten des Schiffes und waren abwechselnd schwarz und gelb gestrichen.

Die dritte große Ausstellung im Museum ist das Tune-Schiff. Das kleinere, leichtere Schiff war auf Geschwindigkeit ausgelegt und hätte ein viel größeres Segel tragen können als jedes der beiden anderen Schiffe des Museums. Es wurde wahrscheinlich für den schnellen Transport von Menschen von einem Hafen zum anderen verwendet, was auf seine Verwendung als Kriegsschiff hinweist. Das Schiff wurde um das Jahr 910 gebaut.

Neben den Dauerausstellungen beherbergt das Museum Wechselausstellungen zur Wikingergeschichte und zum archäologischen Programm der Universität.

Geschichte: Das Oseberg-Schiff wurde in 1903 von einem Bauern entdeckt, der auf seinem Grundstück grub, als er auf die Überreste des Schiffes stieß. Professor Gustafson von der Universität Oslo wurde sofort zu den Ausgrabungen gerufen. Während der Prozess des Auffindens der Funde drei Monate in Anspruch nahm, würde es zusätzliche 21 Jahre dauern, das Schiff vollständig zu rekonstruieren und für die Anzeige vorzubereiten. Das Oseberg-Schiff war das Begräbnisschiff für zwei prominente Frauen im Alter von ungefähr 75 und 50, als sie starben. Während die genaue Identität der Frauen unbekannt bleibt, zeigen ihre aufwändige Schiffsbestattung und die Gegenstände, die mit ihnen begraben wurden, dass sie in der Gemeinde wohlhabend und hoch angesehen waren.

Das Gokstad-Schiff wurde auch in einem ländlichen Grabhügel gefunden. Es wurde von zwei Jungen entdeckt, die sich in den Hügel von 1879 eingegraben hatten, und von Professor Nicolaysen von der Universität von Oslo ausgegraben. Nachdem das Schiff ausgegraben worden war, wurde jedes Teil gedämpft und in seine ursprüngliche Form zurückgebogen. Holz, das zu faul war, um es wieder zusammenzusetzen, wurde im Museum durch neues Holz ersetzt. Das Schiff wurde um das Jahr 900 als Begräbnis für einen wohlhabenden Mann in seinen 40 verwendet, der im Kampf an Messerwunden an Hüfte und Beinen gestorben zu sein scheint.

Das Tune Ship des Museums wurde in 1867 auf einer Inselfarm gefunden. Als erstes Wikingerschiff, das jemals ausgegraben wurde, gehört es heute zu den besterhaltenen der Welt. Professor Oluf Rygh war für die nur zwei Wochen dauernde Ausgrabung auf Norwegens größtem Grabhügel verantwortlich. Leider ist dies zu einem großen Teil auf die Unaufmerksamkeit der frühen Archäologen gegenüber Details und Sorgfalt zurückzuführen. Ein nicht identifizierter Mann wurde zusammen mit seinen Waffen, 6-Pferden und Bestattungsgeschenken im Tune-Schiff beigesetzt.

Laufende Programme und Schulungen: Für selbst geführte Museumsführungen stehen Audiotouren zur Verfügung. Broschüren und Beschilderungen in mehreren Sprachen sind ebenfalls erhältlich. Das neue Multimedia-Erlebnis „Vikings Alive“ spielt mehrmals täglich und füllt die Galerien mit Filmprojektionen an jeder Wand, Decke und gegen die Schiffe. Klänge und Animationen bereichern die Exponate und lehren über die Geschichte der Wikinger.

Frederiks Tor 2, 0164 Oslo, Norwegen, Telefon: + 47-22-85-19-00

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